Geistige Ressourcen
Unternehmer


Arbeitsfreies Zusatzeinkommen
3. Teil: Bei Null beginnen

Von Helmut W. Karl

Gehen wir davon aus, dass die wichtigsten Voraussetzungen für den geschäftlichen Erfolg erfüllt sind. Es sind ...

  • Fachkenntnis,
  • einschlägigen Fertigkeiten und
  • Verantwortlichkeit im persönlichen und geschäftlichen Bereich.

Verantwortlichkeit existiert in ihrer Ausübung - nicht ausgeübte Verantwortlichkeit wäre bloß Einbildung oder Vorgeben falscher Tatsachen - also praktizierte Verantwortungslosigkeit.

Ausgeübte Verantwortlichkeit deckt fehlendes Wissen oder zu wenig ausgebildete Fertigkeiten auf und setzt korrigierende Maßnahmen - gibt also durch die richtigen Maßnahmen Antwort auf die vorgefundene Situation.

Das ist Ihnen bestimmt klar, wären Sie sonst als Unternehmer auf dem Markt?

Was jetzt noch fehlt, sind eine Erfolg versprechende Geschäftsidee und der richtige Start.

Die Geschäftsidee fällt in das Umfeld der Wahl des Geschäftsbereiches, der im zweiten Teil dieser Artikelserie behandelt worden ist. Sicher haben Sie für sich Antworten auf die existentiellen Fragen gefunden:

  • "Wer (oder was) will ich wirklich sein?" mit Unterstützung durch die Frage
  • "was würde ich am liebsten tun?"

  • "Was soll der Gegenstand (Zweck) meines Geschäfts sein?"
  • "Welchen Dienst will ich meinen Kunden leisten?" Und ...
  • "Wie erkläre ich diesen Dienst?"

Mit diesen Antworten sind Sie gerüstet, sich dem richtigen Start zu zu wenden.

Mit den Antworten auf diese Fragen haben Sie einerseits Ihr Geschäftsfeld abgegrenzt, andererseits haben Sie auch Ihren Kundenkreis umrissen.

Jetzt brauchen Sie nur noch eine Website errichten, die Ihre Produkte (oder Leistungen) in bestem Licht darstellt und die Vorteile für den Kunden hervorhebt - richtig?

Leider nein ... falsch. Sie würden - wie übrigens die überwältigende Mehrheit der "Hobby-Webvermarkter im Internet" - wieder einmal den Wagen vor das Pferd spannen.

Damit tun Sie nämlich das, was Sie bei jeder Fahrt über eine Autobahn oder durch die Stadt schon gar nicht mehr wahrnehmen, weil es so allgegenwärtig ist: Teure Reklametafeln, - wände, -zäune überall, wo gerade Platz ist. (Dass sowas nicht grundsätzlich falsch sein muss, werden Sie noch in diesem Artikel klar sehen können!)

Die stehen einfach da und werden von Tausenden gar nicht wahrgenommen, sondern nur von ein paar Wenigen, die gerade mit einschlägigen Gedanken befasst sind.

Und Hunderttausenden von Websites ergeht es ähnlich: Der virtuelle Platz kennt keine Grenzen, also nimmt keine einzige "Werbetafel" (sprich: Website) einer anderen den Platz weg. Das Problem ist nur:

Niemand außer dem Betreiber kennt den Standort (die Adresse) der "Werbetafel"! Weshalb kein Mensch sie sieht (bzw. aufruft).

Aus diesem Grund muss Werbung im Internet anders aufgezogen werden. Der Unternehmer muss seine Botschaft dem potentiellen Kunden "vor Augen führen" - dafür sorgen, dass der künftige Kunde sieht und wahrnimmt, was ihm geboten wird.

So greift man zu den verschiedenen Möglichkeiten, die das erreichen: Werbung mit und in Suchmaschinen, in Katalogen, Verzeichnissen und Kleinanzeigen, in elektronischen Magazinen, bei Mailtauschern, Startseiten-Tauschern, durch Mailversand und vielen ähnlichen Werbekanälen.

Das Thema ist einen eigenen Artikel wert, nämlich die Vor- und Nachteile der vielen Werbekanäle zu betrachten, doch für unser heutiges Thema sei es genug, dass wir sie als Möglichkeiten erwähnen.

Bei Suchmaschinen, Katalogen und Kleinanzeigen kann man zumindest von einem milden Interesse ausgehen, weil der Betrachter auf unsere "Werbetafel" stößt, während er Relevantes sucht.

All diese Kanäle bieten zwar eine Möglichkeit, "Betrachter" zu erreichen, sie geben aber keinerlei Gewähr, dass der Betrachter in dem Augenblick, wo er mit unserer Werbung konfrontiert wird, auch in einer Geistesverfassung ist, die ihn unsere Botschaft überhaupt wahrnehmen lässt! (Ausgenommen Suchmaschinen, Kataloge und Kleinanzeigen)

Die meisten "Betrachter" sind aber überhaupt nicht auf unsere spezielle Botschaft eingestellt, sondern empfinden sie sogar als Belästigung! Und so geschieht etwas, was - im Unterschied zu den realen Reklametafeln - unserer Intention überhaupt nicht förderlich ist:

Mit jeder auf diese Weise ausgeschickten Werbebotschaft schaffen wir bei vielen Empfängern einen Unmut über die verursachte Störung.

Ja, ich hör' schon, was Sie meinen: Die Menschen sind ja sowieso schon so abgestumpft und so unbeteiligt, dass sie es - anscheinend - wirkungslos übergehen.

Wieder falsch gedacht ... der Widerwille wurde stimuliert und ist da, nur wird er mangels Aussicht auf wirksame Gegenmaßnahme nicht mehr geäußert. (Wie sehr lieben Sie denn den Spam, der Sie täglich erreicht?)

Um es auf das Wesentliche zu reduzieren:

Wenn Ihre Botschaft - selbst wenn es sich um eine Heilsbotschaft handelt! - einen Menschen erreicht, der im Augenblick nicht daran interessiert ist, dann ist diese Botschaft eine Störung seiner Intimsphäre und er wehrt sie mehr oder weniger vehement ab.

Es muss doch einen anderen Weg geben, meinen Sie nicht? Ja, den gibt es! Man kann die gleichen Werbekanäle mit ganz bestimmten Voraussetzungen in der Tat Erfolg bringend und mit minimalem Störeffekt nutzen!

Und dies sind diese Voraussetzungen:

  1. Konfrontieren Sie Ihren "Zuschauer" mit etwas erfreulich Anzusehendem.

    Beispiel: "Marloboro-Man vor der Kulisse der Rocky Mountains" (mit der unübersehbaren Zigarettenschachtel samt Marlboro-Logo im Eck). Zwar sind hier neben der Bildsprache noch andere Elemente im Spiel, doch Unmut über diese Art von Werbung gab es nie!

    Was Ihr Zuschauer "unfreiwillig" vor Augen bekommt, soll ihn möglichst wenig stören. Schrille Farben, dichter Text, schreiende Aufmachung sind "Agressoren" und stimulieren Ablehnung.
  2. Machen Sie deutlich, worum es Ihnen geht, auf eine Weise, dass es in zwei Sekunden erfasst werden kann. Das KANN Bildsprache sein, es kann aber auch eine Überschrift sein, die in wenigen Worten ins Schwarze trifft.
  3. Was auch immer auf Ihrer "Reklametafel" zu sehen ist ... drohen Sie dem Betrachter nicht, ihm etwas zum Kauf anzubieten! Loben Sie nichts, bewerben Sie nichts, verlangen Sie nichts von Ihrem Betrachter. Stellen Sie Fragen, die er mit "ja" beantworten wird und stimulieren Sie Fragen von seiner Seite.

    Warum das? fragen Sie; wie soll dann meine Ware verkauft werden?

    Wenn "er" Ihre Fragen mit ja beantwortet, schaffen Sie Übereinstimmung. Wenn Sie "ihn" zu einer Frage veranlassen, haben Sie sein Interesse gefunden oder geweckt. Jetzt geht der Kontakt von "IHM" aus!

    Und ... gut gefragt! Sie führt zu den nächsten beiden Punkten der Voraussetzungen:
  4. Lassen Sie erkennen, dass Sie die Probleme, die Sorgen, den Bedarf, die Wünsche, die Träume des Betrachters kennen und etwas Einschlägiges wissen, das Sie preisgeben werden, ohne dieses zu nennen. (Geben Sie also auf keinen Fall die Antwort auf seine Frage auf Ihrer "Reklametafel"!)

    Sehen wir wieder die Bildsprache von Marlboro als Beispiel: Der Mann in Freizeitkleidung, in endlos weiter Natur, auf einem rassigen Pferd, und mit der geliebten Zigarette in der Hand ... mit einem Blick wird eine Menge von Dingen angesprochen, die nahezu jeder erträumt, und sie werden bildlich mit einer Zigarettenmarke "verknüpft".

    Natürlich spricht das Plakat nicht JEDEN an! Aber jeder, den es anspricht (eigentlich: dessen Träume und Sehnsüchte es anspricht), erfährt die Verknüpfung mit der Zigarettenmarke. Warum wohl war diese Werbelinie eine der erfolgreichsten in der Geschichte der Zigarettenindustrie?

    Bitte verstehen Sie mich hier nicht falsch - ich werbe nicht für eine Zigarettenmarke; ich bin selbst nicht Raucher. Ich versuche nur ein äußerst erfolgreiches Prinzip an einem Beispiel der Vergangenheit darzustellen.
  5. Sorgen Sie dafür, dass der angesprochene Betrachter eine Frage an Sie stellt, und machen Sie es dem Betrachter so leicht und einfach wie irgend möglich, die Frage an Sie heranzutragen. In einer Website geschieht dies in der Regel über ein Webformular: Ein bisschen Eingabe, ein Mausklick, fertig.

    Wieso das, wollen Sie wissen? Nun: Sie haben damit zwei Fliegen mit einem Schlag getroffen:
    • (a) Es haben die Daten eines potentiellen Kunden erhalten, weil DIESER etwas von IHNEN will ...

      Sie drangen nicht in die Privatsphäre einer Person ein, sondern SIE kam mit ihrem Anliegen zu IHNEN! Es ist so, als würde ein Kunde Ihren realen Laden betreten, nur noch ein bisschen besser, denn Sie haben Name und Adresse dazu!
    • (b) Sie wissen, woran diese Person interessiert ist, weil sie von Ihrer "Reklametafel" angesprochen worden ist, die ein ganz bestimmtes Gebiet zum Thema hat. Es ist so, als hätte ein realer Mensch Ihren Optiker-Laden betreten und am Eingang seine Visitenkarten abgegeben, auf der steht: "Suche neue Brille".

Eine Website, die nach diesem Prinzip funktioniert, ist eine echte "VermarktungSite".

Sie baut Ihren Markt auf ... Ihr Markt, das ist Ihre Liste von potentiellen Kunden. Wenn diese Liste groß genug geworden ist, und Sie an deren Mitglieder regelmäßig halbwegs gute Werbebriefe verschicken, werden Sie ein florierendes Geschäft haben!

Unser Demoprojekt brachte unwiderlegbare Beweise für die Wirksamkeit dieser Methode. Selbst eine sehr sehr einfache "VermarktungsSeite" auf diesen Prinzipien brachte sagenhaft gute Ergebnisse:

"Normale" Klickraten bewegen sich im Bereich von 0,5 bis 1,5 % - das heißt: Von 100 "Betrachtern" einer (guten!) Werbeseite kann mit einer Einschreibung im Formular rechnen.

Unser "primitives" Demoprojekt erreichte Klickraten von über 8%! (Allerdings lief das Projekt nur bis es mehr als 1000 Besucher hatte, also nicht wirklich ein groß angelegtes Projekt - aber immerhin konnte es einige Kunden überzeugen und ihnen helfen, auch für ihr eigenes Geschäft sehr gute Klickraten zu erzielen!

Sehen Sie selbst unsere recht einfache - aber erfolgreiche - Demoseite. Sie wurde nie in Suchmaschinen und Katalogen eingetragen, sondern nur über Mailwerbung an gekaufte Adresslisten beworben:

www.businesspark.org/Gate/

Mit den hier erklärten Prinzipien, der Demoseite und Ihrem Geschäftsfeld haben Sie alles, was Sie für einen guten Start bei Null brauchen! Nutzen Sie's auf Ihre Weise und zu Ihrem Erfolg!

(Wird fortgesetzt!)

Auf Ihren großen Erfolg im Geschäft und im Leben!
Ihr Administrator MarketingNet
Helmut W. Karl